SL-_Logo-quer-FarbeSL-_Logo-quer-FarbeSL-_Logo-quer-FarbeSL-_Logo-quer-Farbe
  • Start
  • State of Play
  • Angebot
    • LEGACYSTATE
    • READYSTATE
    • STEADYSTATE
  • Über mich
  • Kontakt
  • Blog
✕

Kommunikationsresilienz: Die fünf Fragen, die sich Kommunikationsteams in 2026 stellen müssen

Warum die Zukunft der Unternehmenskommunikation über Kampagnen und Kanäle hinausgeht – und was Teams jetzt über Werte, Resilienz und Haltung lernen müssen.

Die Unternehmenskommunikation steht auch 2026 vor weiteren tiefgreifenden Umwälzungen. Nicht nur die Risikolandschaft verändert sich – auch die Art, wie Organisationen geführt, wahrgenommen und bewertet werden. Kommunikationsteams sind heute nicht mehr reine Übermittler, sondern strategische Stabilitätsanker nach innen und außen – in einer Welt, die sich immer schneller dreht.

Unternehmenskommunikation ist heute Führungssystem, Frühwarnsensor, Reputationsschutzschild und strategischer Navigationsapparat einer Organisation.

Doch genau diese Aufgaben werden zunehmend schwieriger zu erfüllen.
Der Kommunikationsalltag vieler Unternehmen ist geprägt von:

  • wachsender Unsicherheit und polarisiertem gesellschaftlichem Klima
  • einem digitalisierten Medienumfeld, das in Echtzeit eskalieren kann
  • steigenden Erwartungen von Mitarbeitenden, Öffentlichkeit und Politik
  • schrumpfenden Ressourcen und Budgets
  • immer komplexeren, unvorhersehbaren Reputationsrisiken

➞ Aktuelle Studien aus Unternehmenskommunikation, Risiko- und Führungsforschung zeigen:

Kommunikationsteams befinden sich zunehmend in Dauerbelastung – und verlieren genau das, was ihre strategische Funktion ausmacht: Fokus, Konsistenz, Orientierung und vorausschauende Steuerung.

Klassische Kommunikationskompetenz reicht unter diesen Bedingungen nicht mehr aus. Was Organisationen jetzt brauchen, ist ein präziser Blick auf ihren State of Play –  den Zustand, ihrer Kommunikation: Wie stabil sind Strategie, Organisation und Menschen wirklich?

Vor diesem Hintergrund ergeben sich fünf zentrale Fragen, die sich jedes Kommunikationsteam 2026 stellen muss – Fragen, die bestimmen, ob Kommunikation nur funktioniert oder tatsächlich trägt.

Herausforderungen und Symptome

Realitäten der Unternehmenskommunikation
•••

Studien, Branchenanalysen und Gespräche zeigen: auch 2026 werden Kommunikationsteams in Unternehmen so angespannt wie selten zuvor arbeiten.

Warum der Druck zunimmt:

  • der gesellschaftliche Diskurs wird schärfer
  • Märkte werden unsicherer, reagieren zusehends nervöser
  • Fake News & Erwartungshaltungen explodieren
  • Budgets für Kommunikation, Technologie und Wandel schrumpfen
  • KI verändert Kommunikation schneller, als viele hinterherkommen
  • Issues und Krisen treffen Organisationen emotionaler und unmittelbarer

Die Folge: Es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten – über Risiken und Chancen, Stakeholder-Erwartungen sowie die eigene Handlungsfähigkeit.

Typische Symptome in Kommunikationsabteilungen
•••

Dazu kommen bestimmte Phänomene die keine Defizite sind, sondern Systemeffekte dieses Wandels.

1. Strategische Klarheit geht im Tagesgeschäft verloren.
Zwischen Projekten, Kampagnen und Krisen bleibt kaum Raum, die eigene Kommunikationsarchitektur zu reflektieren.

2. Reputationsmanagement ist zumeist reaktiv, zudem wenig präventiv
Medienbeobachtung funktioniert, aber es fehlt der systematische Brückenschlag zur Strategie sowie prophylaktisches Issue- und Risikomanagement.

3. Führung durch Kommunikation ist gewollt, aber nicht institutionalisiert.
Werte, Botschaften und Strategien sind eigentlich klar und beauftragt, doch im Alltag entscheidet oft der Zufall über Ton, Tempo und Timing.

4. Krisenstrukturen existieren auf Papier, aber nicht im „Muskelgedächtnis“.
Im Ernstfall entscheidet Improvisation über Reaktion. Es fehlen Strukturen, Prozesse, Instrumente, Inhalte und Fähigkeiten – und das essenzielle Training.

5. Silos statt Synchronisation.
Kommunikation, HR, IR oder Nachhaltigkeit arbeiten an denselben Themen – aber oft in unterschiedlichen Taktungen und zu wenig zielorientiert.

6. Hohe mentale und emotionale Last.
Führungskräfte und Kommunikationsverantwortliche stehen im Sturm, tragen Druck von Vorstand, Medien und Belegschaft.

7. Botschaften nicht zielgenau genug.
Unternehmen senden Botschaften, erreichen aber oft nicht die richtigen Stakeholder – und ihre Erwartungen. Resonanz wird selten aktiv eingeholt.

8. Fehlende Priorisierung.
Alles ist wichtig, sofort fällig und muss 100% perfekt sein. Ergebnis: permanente Anspannung, kaum Zeit für Weitblick – und die erforderlichen Pausen. Mit gezielten Stellschrauben lässt sich vieles daran nachhaltig verändern.

Die 5 Fragen, die für Kommunikationsabteilungen in 2026 zu beantworten sind, um ihren STATE zu kennen
•••

1. S – STATUS – Wissen wir wirklich, wo unsere Kommunikation steht?

Die Forschung zeigt: Ohne strukturelle Klarheit verliert Kommunikation ihre Wirkung – selbst in starken Teams.

Viele Organisationen verfügen über Kampagnen, Themenpläne und Content-Strategien, aber kaum über ein transparentes Bild ihrer kommunikativen Identität (innerhalb und außerhalb ihres Unternehmens), ihrer Wirkungstreiber und ihres strukturellen Fundaments.

Entscheidend ist deshalb die Frage:

Ist unser Kommunikationsauftrag klar definiert – und strategisch in der Unternehmensführung verankert?

Dazu gehört:

  • klare Positionierung der Unternehmenskommunikation in der Unternehmensstrategie
  • definierte Werttreiber, Messbarkeit der Kommunikationsarbeit sowie entsprechende KPIs
  • klare Rollen, Verantwortlichkeiten im Unternehmen mit interdisziplinären Schnittstellen
  • eine systematische – und kontinuierliche – Analyse von Stärken und Schwächen der Kommunikationsarbeit

 

2. T – THREATS – Kennen wir die Risiken, die unsere Stabilität gefährden können?

Risikolandschaften verändern sich fundamental.
„Polykrisen“, gesellschaftliche Polarisierung, digitale Echtzeitöffentlichkeit und KI-Dynamiken steigern die Verwundbarkeit von Organisationen.

Die Forschung zeigt: Risiken sind selten überraschend – aber oft unbeachtet.

Kommunikationsteams müssen sich fragen:

  • Welche Reputationsrisiken von außen können für unsere Organisation kritisch werden?
  • Welche internen Issues könnten wie stark eskalieren – intern wie extern?
  • Haben wir funktionierende, etablierte Frühwarnmechanismen, die wirken?
  • Gibt es entsprechende Szenarien, Risiko-Scans oder Issue-Monitoring (digital und analog)?
  • Belasten uns interne Faktoren: fehlende Ressourcen, Führung, Kultur, Wandel?

 

3. A – ALIGNMENT – Sprechen Markenidentität, Werte und Stakeholderwahrnehmung dieselbe Sprache?

Studien belegen: Reputation entsteht an der Schnittstelle zwischen Selbstbild und Fremdbild.

Wenn Unternehmen heute an Glaubwürdigkeit verlieren, liegt es selten an den kommunizierten Botschaften – sondern meist an fehlender Kohärenz zwischen Innen und Außen.

Für 2026 lautet die Leitfrage:

Ist unsere Markenidentität klar formuliert – und konsistent erkennbar über alle Touchpoints hinweg?

Wichtig ist:

  • ein präzises und gelebtes Marken- und Kommunikationsleitbild
  • konsistente Narrative und Botschaften über alle Kanäle
  • regelmäßige Überprüfung des Selbst- mit dem Fremdbild
  • Stakeholder-Resonanz als kontinuierlicher Prozess, nicht als punktuelle Befragung

 

4. TOOLS & TRAINING – Funktionieren unsere Strukturen auch unter (Dauer-)Stress?

Eine zentrale Erkenntnis aus der Krisen- und Resilienzforschung: Pläne sind nur so gut wie ihre Einübungsdichte.

Viele Unternehmen besitzen:

  • Krisenhandbücher
  • Eskalationslogiken
  • Checklisten
  • Kommunikationsleitfäden

Aber nur wenige trainieren sie regelmäßig – schon gar nicht Unternehmens-übergreifend unter realem Druck.

Kommunikationsteams müssen sich fragen:

  • Können wir unsere Krisenstrukturen wirklich auch aktiv anwenden?
  • Sind Rollen, Abläufe und Zuständigkeiten eindeutig und bekannt?
  • Gibt es wiederkehrende Trainings: Medienübungen, Krisensimulationen, Szenario-Arbeit?
  • Funktionieren unsere Tools und Strukturen auch bei Informationschaos und Zeitdruck?

Krisenkommunikation ist kein Dokument.
Sie ist ein Muskel, der regelmäßig beansprucht werden muss.

 

5. E – ENERGY & ENDURANCE – Wie stabil sind die Menschen, die kommunizieren?

Kommunikation ist heute permanent sichtbar, permanent bewertet, permanent unter Spannung.

Studien zu Belastung, Teamkultur und psychologischer Sicherheit zeigen:
Die mentale und emotionale Stabilität insbesondere von Kommunikator:innen ist einer der stärksten Prädiktoren für Reputations- und Krisenresilienz eines Unternehmens.

Die Leitfrage lautet:

Wie gut sind unsere Teams auf Dauerlast, Druck und Unsicherheit vorbereitet?

Das umfasst:

  • mentale Stärke, Stresskompetenz, emotionale Regulation und Regenerationsfähigkeit
  • klare Priorisierung, Fokus und Arbeitsarchitektur
  • psychologische Sicherheit im Team und gesunde Kommunikationskultur
  • Führung, die Stabilität gibt – nicht Druck verstärkt

Was bedeutet das für Kommunikationspraxis & Leadership?
•••

Die fünf Fragen machen klar:
Kommunikation wird 2026 noch stärker zur strategischen Führungsaufgabe.

Teams, die ihren „State of Play“ kennen, sind:

  • schneller in Entscheidungen
  • klarer in Botschaften
  • stabiler unter Belastung
  • glaubwürdiger gegenüber Stakeholdern
  • resilienter in Krisen

In einer Zeit, in der Volatilität zur Normalität wird, gilt:
Kommunikation gewinnt nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch Klarheit.

Organisationen, die ihren STATE kennen und verstehen, können nicht nur reagieren, sondern aktiv gestalten – und werden 2026 zu den souveränen Akteuren in Märkten, Medien und gesellschaftlichen Debatten.

Fazit: Die Zukunft gehört denen, die ihren State of Play kennen
•••

Die fünf Fragen des STATE-Checks sind kein theoretisches Modell.
Sie sind ein strategischer Kompass – und die Grundlage jeder Kommunikationsarbeit für ein resilientes Unternehmen.

Status. Threats. Alignment. Tools & Training. Energy & Endurance.

Kommunikationsteams, die sich diesen Fragen stellen, sind besser aufgestellt, um Reputation zu schützen, Vertrauen aufzubauen und Führung in unsicheren Zeiten zu übernehmen.

Kommunikationsresilienz entsteht nicht im Krisenmoment – sondern im täglichen Zusammenspiel aus Haltung, Teamdynamik und Organisationskultur. Genau dort beginnt die Zukunft der Unternehmenskommunikation 2026.

Kommunikationsresilienz, das bedeutet:
Reputationsfeste Markenidentität + Handlungsfähigkeit in Ausnahmesituationen + innere Stärke der Akteure.

Stellen Sie ihre Kommunikation und ihr Unternehmen für 2026 resilienter auf! Gewinnen Sie planbar und strukturiert einen Überblick mit den 5 Fragen des STATE-Checks und einem Strategie-Canvas, der Ihnen klar aufzeigt, wie Sie sicher durch das neue Jahr navigieren.

Strategie-Canvas gratis downloaden!

www.state-of-play.de

Literatur

aus der aktuellen Forschung zu Kommunikation, Reputation, Krisenmanagement und Resilienz:

  • Communication Management, Ansgar Zerfass, S. C. Volk, 2020: https://www.oxfordbibliographies.com/display/document/obo-9780199756841/obo-9780199756841-0244.xml
  • Company Reputation Management to Enhance Workspace and Culture, Sasibhushan Rao, 2025: https://everant.org/index.php/etj/article/view/1846
  • The Role of Communication Strategies in Crisis Management: A Comparative Analysis Across Industries, Olivia Ridheta Citrawijaya, Bagus Kurniawan Susanto, Dwi Ananda Amalia, 2024: https://thejoas.com/index.php/thejoas/article/view/116
  • The role of empathy in crisis communication: Providing a deeper understanding of how organizational crises and crisis communication affect reputation, Lieze Schoofs, An-Sofie Claeys, Aurélie De Waele, Verolien Cauberghe, 2019: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0363811119301833?via%3Dihub
  • Introducing Corporate Reputation Continuity To Support Organizational Resilience Against Crises, E. Koronis, S. Ponis, 2012: https://www.academia.edu/2005534/Introducing_corporate_reputation_continuity_to_support_organizational_resilience_against_crises
  • Assessing The Effectiveness of University Public Relations in Crisis Management, Albert John Calilao, Auvielle Domingo, Reig Janncen Labaro, Allyza Joy Pascua, 2024: https://journals.researchsynergypress.com/index.php/pba/article/view/2029
  • Model of Crisis Resilient Organizations, Dr. Hassan Chagar, 2022: https://everant.org/index.php/afmjh/article/view/582
  • Crisis Communication and Reputation Management in the Age of Fake News, Kelly Gasana, 2024: https://carijournals.org/journals/index.php/JPR/article/view/1773
Impressum | Datenschutzerklärung | Logo & Webdesign von Lisa Koch